Take it easy!
Einfuehrung und
Tipps fuer gewohnheitsmaessige Windows-Users
[Dieses Dokument: Im "Dillo"-Browser
werden einige Passagen mit Sonderbuchstaben nicht dargestellt;
wenn dich das stoeren sollte benuetze "Firefox"]
Wo liegt der
Hauptunterschied zwischen Windows, Linux und einem
virtuellen Linux auf CD? |
Diese Einfuehrung bezieht
sich auf die Minimalversion (Internet-Download), in den CD-Versionen
sind noch weitere Programme bereits installiert. Die
entsprechenden Dokumentationen befinden sich auf der CD.
Grundsaetzlich:
TARTUGA - DSL ist als schnelles Live-System
fuer den Alltagsgebrauch gedacht
(im Gegensatz zu vielen anderen Systemen auf Knoppix-Basis). Es
ist besonders auch fuer Windows-User gedacht, auch wenn zu
Gunsten der Geschwindigkeit auf das Windows-Look&Feel
verzichtet wird. TARTUGA-DSL laeuft auch ab Festplatte, USB-Stick,
Zip etc. ohne
Installation auf diesen Datentraegern - das
einfache Kopieren des CD-Inhaltes reicht aus! Ferner: Das gesamte Homeverzeichnis wird
beim Herunterfahren (oder waehrend der Sitzung mit einem Befehl)
in ein einziges Backupfile gepackt, wohin man will und voellig
unabhaengig vom Ort des uebrigen Betriebssystems. So kann man z.B. mit CDROM den ersten
Bootvorgang einleiten, dann die CD herausnehmen, um das Laufwerk
wieder frei zu bekommen, mit einem USB-Stick weiter booten und
darauf und/oder woanders zum Schluss die Arbeit abspeichern. Ob
die naechste Sitzung auf demselben PC oder einem ganz anderen
stattfinden wird, spielt dabei keine Rolle. Ein weiterer Vorteil
dieser "unechten Installationen": Auch wenn das System
von der CD auf einen beschreibbaren Datentraeger kopiert wird,
bleibt das eigentliche System immer noch in einerm einzigen,
komprimierten Archiv-File gepackt (cloop) , welches fuer Viren,
Trojaner & Co undurchdringlich bleibt. Eine weitere
Besonderheit der DSL-Technologie ist das automatische
Installieren von weiteren Programmen aus dem Internet, welche
wiederum unabhaengig vom Betriebssystem irgendwo abgespeichert
werden koennen. Damit ist TARTUGA-DSL an bedienerfreundlicher
Flexibilitaet und Sicherheit kaum noch zu uebertreffen (denn auch "richtige Installationen"
auf Festplatte oder USB-Stick bleiben immer noch moeglich ...)
Das Betriebssystem ist Linux ,
etwas genauer: ein Debian Linux, Knoppix-Linux- /Linux-DSL-Derivat
und ist auf CDROM installiert.
Das eigentliche Betriebssystem mit nur gerade etwa 50 MB (!)
wird nicht auf der Festplatte installiert, sondern laeuft
direkt von der CD und eignet sich daher besonders fuer
Aufgaben, Arbeiten im Zusammenhang mit Internet oder in sonst
einem Netz .
CDROMs
koennen keine Viren, Trojaner etc. einfangen; der PC startet jedes Mal 'wie neu'
und das installierte (Windows-) System bleibt von Attacken
verschont und dient dann anderen Aufgaben umso zuverlaessiger ohne
das laestige Updaten der Antivirenprogramme und sonst noch
allem, was uns von gewissen Softwareherstellern und Zeitschriften
so sehr ans Herz (und Geldbeutel) gelegt wird. So
klein dieses System auch ist, so erstaunlich ist seine
Leistung. =>
* 3 Internetbrowser
(Firefox , Dillo und Lynx)
* Komfortables und sicheres Emailprogram (Sylpheed)
fuer beliebig viele Accounts. Ein SMTP-Gratis-Account ist
bereits eingerichtet sowie ein POP3-Postfach.
Letzteres ist allerdings nur ein gemeinsam genutztes und
dient als Einrichtungmodell und Not-Account, damit man schon sofort eventuelle Supportfragen
nicht nur stellen sondern auch die Antworten erhalten kann.
(Sich identifizieren mit einem x-Namen / nickname in
"Betreff") . Provisorischer Internetzugang s.h.
weiter unten.
* Multidesktop: Man kann auf 4 und mehr Desktop-Ebenen
arbeiten - praktisch!
* FTP: Nebst einem FTP-Programm im Terminal gibt es
einen grafischen, komfortablen FTP-Client (AxY FTP)
fuer beliebig viele Accounts.
* LAN: In einem Windows-Netzwerk kann man
sich als Client einklinken. Die Server-Versionen stellen
sogar einen vorkonfigurierten SAMBA-Server zur Verfügung für
Unix- und Windowsnetzwerke.
* WLAN: Die Programme dazu sind vorhanden (funktionieren
jedoch nicht immer so reibungslos, für WLAN sind die grösseren
Tartuga-DSL-Versionen besser). Sicherheits- und
Gesundheitsbewusste lassen ohnehin die Finger vom modischen
WLAN und anderen Funktechnologien wenn es denn nicht unbedingt
sein muss... (Laptop)
* MS-Word-Dokumente (*.doc) koennen angesehen und /
oder in Postscript- oder PDF-File konvertiert (und somit gedruckt)
werden.
* Ein Editor (TED) erlaubt es Textdokumente
(mit Grafik etc.) zu erstellen, welche kompatibel mit MS-Word sind-
jetzt auch
in den Free-Download-Versionen undallen Versionen das maechtige TED, ein RTF-Wordprozessor
mit 4 Sprachmodulen und auch deutscher Anleitung. Dieser Editor
eignet sich auch als einfacher WYSIWYG HTML-Editor, die
Konvertierung aller RTF-Dokumente in Webseiten erfolgt auf
Knopfdruck!
* Laser -(Postscript- / Mac-) Drucker funktionieren
problemlos, Tintenstrahldrucker (fuer Windows) immerhin die
gaengigsten Modelle.
* Mehrere Viewer fuer PS- und PDF-Files (z.B. Xpdf)
* MS-Word-Dokumente aller Art, nebst (X)HTML u.a. koennen
hingegen geoeffnet,
(direkt) bearbeitet und neu erstellt werden mit dem Word-Clon "Abiword" oder
mit der Office-Suite "OpenOffice". Diese Programme koennen
vom DSL-Site heruntergeladen werden und werden automatisch
installiert, in anderen Versionen (TARTUGA-DSL-office) ist "OpenOffice"
bereits enthalten ebenso SAMBA (vollstaendig,
auch als Server) . IN ALLEN VERSIONEN =>J-Pilot (Palm-Software),
ideal als Agenda auch ohne Palm), Parted (Plattenpartionierung),
Bluefish (Profi-HTML-Editor), ebenso sind auch
mehrere Handbuecher und Linux-Referenzbuecher
vorhanden.
Auch
weitere Programme sind (mindestens, in der Mini-Version)
installiert
=>
* Leistungsfaehige Tabellenkalkulation (SIAG),
aehnlich MS-Excel , kompatibel mit Excel, Lotus 123, u.a.m.(Import-
Export)
* Schnelles Grafikprogramm à la MS-Paint aber viel
leistungsfaehiger, Konvertiertools etc.
* Bildviewer
* CD abspielen (Musik) und VoIP
* Programmiereditor (Beaver) fuer Text, C/C++,
PERL, HTML, JavaScript, Tcl, Bash-Schnippsel, Unix -Mac -DOS-Konverter.
Dieser Editor wird jeweils vom System aufgerufen. Leider hat er
Probleme mit gewissen Sonderzeichen, da er fuer US-Benutzer
gedacht ist. Aus diesem Grunde gehoert NEdit bei TARTUGA-DSL zur Standardausruestung;
ein sehr leistungsfaehiger Universaleditor mit
sehr vielen Programmierfunktionen, Macros etc.
* Textbasiertes CD-Brennprogramm, sehr leistungsfaehig, auch fuer
ander Aufgaben, aber nur halbgraphisch.
Basisfunktionen
=>
* Voller Zugriff moeglich (aber sicherheitshalber
nicht automatisch!) auf Festplatten und anderen Medien im
Lese+Schreibmodus, falls DOS (FAT 12, 16) , FAT 32 (VFAT,
Windows 9x, ME), Ext2 / 3 (Linux), Reiserfs (Linux) u.a.m., auch
dann noch, wenn
das installierte Betriebsystem nicht mehr funktioniert (oder Passwort vergessen worden ist ...)
.
* Zugriff nur im Lesemodus moeglich fuer NTFS (Windows 200x, XP, Nachfolgeprodukte -
bitte das Schreiben nicht ausprobieren!), dies ebenfalls
unabhaengig vom Zustand des installierten OS.
* Entsprechender Zugriff auf Festplatten und Media
im Windows-Netzwerk als Client.
* Internetzugang : Fuer externes Analog-Modem PPP /
Dialup, immer noch die sicherste und billigste Loesung (provisorisch
vorkonfiguriert fuer Gratis-Internetprovider** an COM1), auch
moeglich: DSL / ADSL (PPPoE), wenn's denn wirklich sein
muss.
* 3 verschiedene Filemanager -> halbgrafisch, professionell >'
mc', und grafisch, komfortabel -> 'Emelfm' und
"Root-fm", als "ROOT" (Systemverwalter) Letzterer ist noetig, um auf
Festplatten auch schreibend
zugreifen. zu koennen
* X-Terminal fuer die Kommandozeile , unter Linux DAS Instrument fuer die
nahezu totale Steuerung und Kontrolle des Systems und
gleichzeitig DER Schrecken fuer Windows-User, die nie Erfahrungen
mit DOS machen konnten (oder mussten). Dem Zweck dieser TARTUGA-Version
(und anderer) wurde insofern Rechnung getragen, als das
Terminal nur fuer einige ganze wenige Operationen die
Kommandozeile wirklich benutzt werden muss.
BACKUP
- RESTORE:
* Eine CDROM kann nicht abgeaendert werden. Darum ist es
sehr wichtig, dass man die persoenliche Konfiguration
irgendwo abspeichern und wieder verwenden kann, natuerlich nur
dann, wenn erhaltenswerte Aenderungen vorgenommen wurden. Die
wichtigsten Einstellungen (Netzwerk, Netzwerkkarte, Modem,
Drucker, Accounts, Lesezeichen etc. sowie auch
der Inhalt der Mail-Ordner etc. , kurz der gesamten Home-Directory)
werden in einem Backup-File zusammengefasst (backup.tar.gz)
und dieser kann auf Floppy, USB-Memory-Stick oder auch auf einer
Festplatte abgespeichert und von dort beim naechsten Start wieder
aufgerufen werden (s.h. Tabelle). Dazu ist vor dem Abschalten im DSLpanel
(DSL Control Panel, Ikone Desktop u. Menu) das
entprechende Programm -> "Backup/Restore" aufzurufen.
Diese Eingabe und die Eingabe beim Booten sind hier in einer
Tabelle aufgefuehrt wie folgt: Zweite Zeile = Eingabe im Programm,
dritte Zeile = Eingabe beim Booten nach "boot:"am
unteren Bildschirmrand.
Drueckt man die Tasten F2 oder F2 kann der
Bootvorgang vorerst unterbrochen werden, sodass man genug Zeit
hat, eventuell andere Optionen anzuhaengen. Falls man auf Floppy
speichert (keine schlechte Loesung auch wenn 'unmodern', da die
verschiedenen "alten" Konfigurationen nicht geloescht
werden muessen), nimmt man jeweils mit Vorteil eine neue Diskette.
Dabei ist darau zu achten, dass die Mail-Ordner nicht allzu voll
sind, da die Konfiguration selbst schon etwa 250 - 300 kB
beansprucht. Zudem geht dann der Bootvorgang umso schneller.
* Das Abspeichern beliebiger, anderer Daten kann
auch auf der Festplatte erfolgen oder auf anderen Medien, wie
in einem installierten System. Man muss allerdings zuerst als
"ROOT" die Festplatten und Medien einbinden (mounten)
und zum Schluss (ist besser) wieder loesen (umounten) > sh.
unten, "Tipps"
ERWEITERUNGEN:
* Mit dem "myDSL" -Dispositiv koennen eigene
Programme hinzugefuegt und (automatisch) installiert werden.
Diese werden irgendwo ausgelagert (USB-Stick,
Festplattenpartition, Zip) oder koennen auch in einer eigenenen
CD-Version einfach integriert werden . Mehr dazu > FAQ.html
und FAQ-TARTUGA_DSL.html
| BACKUP | |||
| 1. Festplatte (C:\ = 1.
Partition) |
dito, aber 2. Partition (z.B.
D:\) |
2. Festplatte (erste
Partition) |
Diskette |
| hda1 ACHTUNG: Niemals
nur hda, hdb etc. Der
Bootsektor der Festplatte wuerde damit ueberschrieben ! |
hda2 |
hdb1 |
fd0 (0=null) |
| [boot:] dsl
restore=hda1 |
dsl restore=hda2 |
dsl restore=hdb1 |
dsl restore=fd0 |
| dsl backup=sda1
(USB-Stick) Speichern auf .... |
dsl restore=sda1 ... von USB-Stick laden |
dsl backup=sda4 (ZIP) ----------------------- dsl backup=cdrom (= kein Backup!) |
dsl restore=sda4
(ZIP) ----------------------- 'KEINE EINGABE' nach "boot:", nur [ENTER] = > laden der Originalkonfiguration |
| RESTORE |
**) Dieser
vorkonfigurierte Internetzugang gilt nur fuer die Schweiz -
Providerdienste sind gratis. Die Telefonverbindung zum Provider
untersteht dem ISP-Tarif der Swisscom (gegenwaertig zwischen Fr.
0.70 und Fr. 2.80 /Stunde). Eventuell nachfragen > www.swisscom.ch .
Besonderheiten und Tipps fuer Windows-Users
* Maus: In der Regel nur 1x klicken , im Filemanager jedoch 2x
* Kontrollzentrum = DSLpanel, fuer die wichtigsten
Konfigurationen (entspricht der Systemsteuerung bei Windows)
* Drag & Drop: Diese Funktion ist nur sehr
beschraenkt vorhanden. Beim Filemanager "Emelfm"
gibt es kein "Paste" Man klickt ein File an, dann
waehlt man die gewuenschte Operation im mittleren Balken des
Fensters aus oder im Menu. Mit 'Copy' wird das markierte File auf
die jeweilige Gegenseite kopiert.
Ansonsten drueckt man die mittlere Taste bei einer 3-Tasten-Maus
oder beide Tasten bei einer 2-Tasten-Maus, um das zu
kopierende Objekt "festzuhalten" (Der Kursor veraendert
sich dabei). Beim Loslassen waehlt man im Menu die gewuenschte
Funktion aus. Etwas Fingerfertigkeit gehoert jedoch schon dazu.
Achtung: "Paste" existiert im 'Emelfm'
nicht sondern "Save as ...". Alles etwas
gewoehnungsbeduerftig - aber mit ein wenig Uebung erlernbar
Kopieren:
Grundsätzlich und systemweit
-> kopieren in den Zwischenspeicher mit mittlerer
Maustaste (oder beiden) und anschliessend aus dem Zwischenspeier
mit der linken Maustaste.
* SWAP: Die Eigenheit von Linux, die RAM moeglichst
voll auszunuetzen, behaelt auch bei einem Minisystem seine
Gueltigkeit. Eine SWAP ist zwar nicht unbedingt erforderlich aber
ein Ueberlaufspeicher SWAP ist auch hier kein Luxus. In
jedem Falle 'dreht' das System mit SWAP schneller! Man
kann eine Linux-SWAP-Partition mit z.B. "Partition
Magic" TM einrichten oder - einfacher - ein DOS-SWAP-File
(im Prinzip: eine spezielleTextdatei mit fester Groesse) mit dem
vorhandenen Programm (Menu > System >)'Setup DOS
swapfile' irgenwo auf einer Festplatte oder sonst einem
Medium einrichten (DieseSWAP-Datei kann jederzeit wieder
geloescht werden). Das ist moeglich auf jeder Festplatte (besser
nicht in einem NTFS) oder auf USB-Memory-Stick (die
eleganteste Loesung). Ein vorhandenes SWAP-File wird beim Booten
automatisch erkannt und eingebunden.
* Festplatten und andere Speichermedien (ausser Floppy und
CDROM) muessen
" von Hand", d.h.
explizit gemountet und umountet werden. Im CD-live-Betrieb
werden zwar beim Herunterfahren alle Festplatten automatisch
geloest, aber man muss sich ja nicht unbedingt schlechte
Gewohnheiten aneignen...
NEU:
In
allen Versionen gibt es jetzt zur grossen Erleichterung von
Windows-Usern ein graphisches Instrument auf dem Desktop, um
lokale Festplatten, Disketten, CDs usw. auf Knopfdruck
einzubinden und zu loesen. Trotzdem ist die
aufmerksame Lektüre der unten stehenden Tabelle sehr zu
empfehlen, will man wirklich mit einem Linuxsystem umgehen
koennen.
Hier
noch eine Auswahl moeglicher Mountbefehle:
| Kommandozeile im X-Term (Konsole)
als ROOT (im Menu), s.h. nebenan. Graphisch: Desktop -> Ikone "emelFM": Es oeffnet sich der Filemanager fuer den normalen Benutzer"dsl". Um auf Festplatten auch schreibend zugreifen zu koennen, muss man die Kommandozeile in Emelfm benutzen und vor jedem Befehl "sudo" schreiben ODER -> Menu -> Apps -> Tools -> emelFM -> emelFM as super-user. In diesem Filemanager arbeitet man als "root" und kann (fast) alles machen. BEACHTE: Die neueren Version von TARTUGA-DSL haben ein Symbol "Root-fm" auf dem Desktop, mit welchem man "emelFM" im Super-User-Modus oeffnen kann und direkt Medien auch mit Schreibrecht mounten kann! |
Kommandozeilen-Eingabe:
'sudo emelfm' [ENTER] |
ODER: |
|
Beispiel:
Mounten einer Festplatte (C:\) in der
Kommandozeile als ROOT (s.h. oben) => |
|
Wichtige
(teilw. DE /IT) Lektuere:
Flyer
(PDF) zum System, neuere Versionen
FAQ-TARTUGA_DSL.html
FAQ.html
Uebersicht Versionen /Programme
Erweiterung des Systems
Basisinformation
zum Systemstart (PDF)
Weitere
Dokumte (DE /IT) im TARTUGA Site http://www.tartuga.ch
BILDSCHIRMPHOTO
MIT LEGENDE